Link verschicken   Drucken
 

Die Reise in das Winterquartier

 

(Text: Dietmar Haufe, Kontakt: femarterr{ät}web.de)

 

Mitte bis Ende August sammeln sich die Störche für die Wanderung in ihr Winterquartier. Zuerst fliegen die Jungstörche und ca. zwei Wochen danach die Eltern. Die Reise über eine lange Distanz können die Störche nur durch den Segelflug bewältigen. Sie sind dazu auf eine günstige Thermik angewiesen. Über großen Wassermengen ensteht diese nicht. Das Mittelmeer wird deshalb westlich über Spanien und die Meerenge von Gibraltar oder östlich über den Bosporus umgangen. Die Dissener Störche sind mit hoher Wahrscheinlichkeit Ostzieher. Sie fliegen über den Bosporus (Türkei), Syrien, Libanon, Israel und den Sinai (Golf von Suez) nach Afrika. Im Niltal ziehen sie dann weiter nach Süden. Manche fliegen sogar bis nach Südafrika, sie legen bis dahin ca. 15.000 km zurück.

Bei günstigen Wetterbedingungen schaffen Störche den Flug vom Brutort bis auf den afrikanischen Kontinent manchmal in 12 Tagen. Dabei sind sie jeden Tag unterwegs, durchschnittlich legen Störche 200 bis 300 km an einem Tag zurück. Es sind aber auch extreme Etappen von über 600 km an einem Tag bekannt.

Auch im Winterquartier ziehen die Störche oft noch längere Strecken, entscheidend dafür ist die Nahrungssituation vor Ort.

Etwa Anfang bis Mitte Februar beginnen die Ostzieher mit der Wanderung zurück in die Brutgebiete. Oft benötigen sie für den Rückweg mehr als 8 Wochen.

 

https://blogs.nabu.de/stoerche-auf-reisen